Der Motor und das Schleudergebläse

 

Jede Pfeifenorgel benötigt Luft; der Fachmann sagt Wind dazu. Winddruck wird von einem Gebläsemotor erzeugt und durch Rohrleitungen zu den Pfeifen geführt. Das funktioniert wie ein riesiger Föhn oder Ventilator.

 

Vor der Erfindung des Elektromotors wurde der Wind von „Balgtretern“ (Kalkanten) erzeugt, die ohne Pause mit den Füßen lange Hebel auf und ab bewegen mussten, an denen die Blasebälge befestigt waren.

 

 

 

 

 

 

mit freundlicher Unterstützung von Ksenia Bönig,
Das große Buch der Orgel, Hrg. Bund deutscher Orgelbauer

 

 

Heute funktioniert das zum Glück alles mit Strom. Von einem Elektromotor wird ein großer Ventilator angetrieben. Dieser sitzt meistens in einem großen Kasten, damit man ihn nicht hört. Das wäre ja ziemlich störend beim Spielen, wenn man immer das Motorgeräusch hören würde. Die Luft - also der Wind - wird eingefangen und durch ein dickes Rohr in die Orgel geleitet und dort dann weiter verteilt, bis er zu jeder einzelnen Pfeife gelangt.

 

 

 

 

Von Schmeissnerro - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0,

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