Pfiffikus und seine Freunde

 

Wusstest du…

… dass die Orgel so groß ist wie ein Elefant?

...  dass die Orgel die Königin der Instrumente ist?

… dass eine Orgel über 1.000 Pfeifen hat?

… dass die größte Pfeife über 4,80 m und die

     kleinste nur wenige Zentimeter groß ist?

 

Eine dieser Pfeifen ist unser Pfiffikus. Er lebt mit seiner Familie in der Meidlinger Orgel. Er gehört zur Familie der Prinzipale, einer stolzen und wichtigen Familie innerhalb der Orgel. Natürlich da gibt es noch die Familie der Flöten, die der Streicher, der Trompeten, der Mixturen, der Aliquoten und und und... Aber Pfiff gehörte der Familie der Prinzipale an. Sie sind deshalb so wichtig, weil diese Familie die Grund-stimmen der Orgel stellt. Ohne sie geht fast nichts… Ohne sie würde die Orgel entweder zu dumpf, zu schrill, zu leise oder zu leer klingen, eben nie ganz wie eine Orgel halt klingt. Die Prinzipale machen eine Orgel erst zu dem, was ist sie ist. Und jeder und jede von uns weiß, wie schön, ja majestätisch und voll sich eine Orgel anhören kann…

 

Pfiffikus spielt den Kammerton A, worauf er besonders stolz ist, orientieren sich doch alle anderen Instrumente und Stimmen an ihm aus.

Zusammen mit den anderen Familien in der Meidlinger Orgel machen Pfiffikus und seine Familie Musik. Für Pfiffikus gibt es nichts Schöneres, als wenn alle zusammen ihr Bestes geben und jeder genau seinen Einsatz weiß, eben so wie in einem echten Orchester.

 

Dabei ist jede einzelne Pfeife wichtig, denn verschläft eine seinen oder ihren Einsatz oder klingt der Ton nicht schön, dann merken die Menschen schnell, dass da was nicht stimmt und Spaß machts dann auch keinen mehr, davon ist Pfiffikus überzeugt. Er liebt seine Aufgabe, nie hat er auch nur einen Tag versäumt. Es ist für ihn das Schönste, wenn er nach dem alle ihre Stimmen geübt haben, zum ersten mal hört, wie sich das Stück mit allen zusammen anhört. Ein unbeschreibliches Gefühl. Natürlich gab es das ein oder andere mal einen falschen Ton, einen falschen Einsatz oder einfach mal einen schlechten Tag, aber das hat ihn nie entmutigt es immer wieder zu probieren, bis es geklappt hat.

 

Aber immer seltener traute sich ein Organist auf die Empore zu kommen, den großen Motor der Orgel zu starten und die Orgel zu spielen. Mit der Zeit legte sich immer mehr Staub auf die einzelnen Pfeifen. Dadurch wurden sie heiser, bis manche von ihnen irgendwann ganz verstummten und keinen Ton mehr von sich gaben.

 

Pfiffikus hörte sich noch ganz gut an. Naja, vielleicht nicht mehr ganz so, wie am Anfang seiner Tätigkeit, aber immer noch recht passabel, fand er. Er wusste aber genau, dass etwas passieren muss, sonst spielt bald keiner mehr auf dieser Orgel. Aber zum Glück gab es da diese Gruppe, die viel unternahm, um Geld für die Renovierung der Orgel zu sammeln. Er hatte gehört, dass es noch einige Zeit dauern würde, bis endlich jede einzelne Pfeife gereinigt und überholt werden konnte, aber er freute sich schon sehr auf diesen Tag…

So ging ein Tag und eine Woche und ein Monat nach dem anderen vorbei, bis eines Tages Pfiffikus aufwachte und alle seine Freunde waren fort.

 

Pfiffikus traute seinen Augen nicht, er schaue sich um, doch von seiner Familie und seinen Freunden keine Spur. Er suchte überall, hinter der Orgel, auf allen Emporen der Kirche, in der Sakristei, sogar unter dem Bett des Pfarrers, aber vergeblich sie waren verschwunden. Pfiffikus fragte sich, ob sie beschlossen hätten einfach fortzugehen, weil sie kaum mehr noch wer hören oder spielen wollte. Oder vielleicht sind sie gestohlen worden? Oder hatten sie Pfiffikus einfach vergessen? Da wurde er sehr traurig, weil er jetzt ganz alleine war.

 

Er fragte sich wie es ihnen allen wohl jetzt geht, ob sie wohl ohne ihn Musik machten? Er vermisste jeden und jede von ihnen schrecklich und der kleine Pfiffikus pfiff ganz leise und für sich ein trauriges Lied.

 

Doch auf einmal sprang er auf und beschloss sich auf die Suche nach seinen Freunden und seiner Familie zu machen. Sie mussten ja schließlich irgendwo sein...

 

Und das Abenteuer beginnt...

 

 

Jetzt seid ihr gefordert liebe Kinder. Wie geht die Geschichte von unserem Pfiffikus und seinen Freunden weiter?

Schreibt, zeichnet, bastelt, singt oder tanzt uns eure Idee, schreibt euren Namen, eure Adresse und die Klasse, in die ihr geht auf die Rückseite und schickt sie uns.

 

(Orgelbauförderverein Wien-Meidling, Albrechtsbergergasse 6, 1120 Wien)

 

Eure Idee wird beim Kinder-Orgeltag am 14. Juni ausgestellt. Es werden auch tolle Preise an alle Kinder, die teilnehmen, verlost. Also macht mit und kommt am 14. Juni um 16 Uhr auf die Orgelempore der Pfarrkirche Meidling, dort erfahrt ihr, wie die Geschichte ausgeht, könnt auf einer echten Orgel spielen, eine echte Orgelpfeife basteln, und und und...

Wir freuen uns auf dich!

Idee und Geschichte: Orgelbauförderverein Wien-Meidling, Illustrationen: Heike Georgi